Fünf Jahre Klimapakt

Mehr Bürgerbeteiligung angestrebt

Gestern stellte Umweltministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) in Walferdingen die Bilanz aus fünf Jahren Klimapakt vor. Unterzeichnet wurde er bisher von allen Gemeinden des Landes, 102 an der Zahl. Allerdings haben von diesen den Pakt nur 88 auch zertifiziert. Neue Mitgliedsgemeinden in naher Zukunft sollen Diekirch, Burscheid, Lenningen sowie die Gemeinde Ernztal werden.

Mit einer Mitgliedschaft im Pakt ist nicht nur das simple Aufstellen eines Schildes am Ortseingang verbunden, sondern vor allem ein besonderes Engagement in Sachen Umweltschutz. Die Finanzierung und Koordinierung solcher Projekte soll durch den Klimapakt vereinfacht werden. Etwa durch die eigens hierfür eingesetzten Experten, die den Gemeindevätern beratend zur Seite stehen. Für die Aufnahme in das Klimabündnis ist dann die Überprüfung eines Bewerbungskataloges mit entsprechenden Maßnahmen durch eine entsprechende Instanz.

So hob die Ministerin in diesem Zusammenhang am Dienstagmorgen etwa die Hauptstadt besonders hervor: Hier sei es im Rahmen der Mitgliedschaft im Klimapakt den Straßenverkehr einzudämmen und alternative Antriebe verstärkt zum Einsatz zu bringen, etwa beim öffentlichen Personenverkehr. Dies habe sich zuweilen auch auf die Qualität der Luft ausgewirkt.

Für Klimapakt-Maßnahmen und deren Umsetzung gibt es selbstverständlich staatliche Mittel. Seit Bestehen des Paktes wurden zu diesem Zwecke mehr als 55 Millionen Euro an die teilnehmenden Gemeinden verteilt. Diese teilten sich auf in knapp über 31 Millionen Euro aus dem Klimapakt-Fundus sowie rund 24 Millionen aus dem »Umweltschutzfonds«.

Was für die kommenden Jahre besonders wichtig sei, ist die stärkere Einbindung der Bürger sowie lokaler Firmen, hieß es abschließend.

CK

Christoph Kühnemund : Dienstag 29. Mai 2018