Stand der KPL bei der Braderie in Differdingen

Es besteht viel Aufklärungsbedarf

Bei der Differdinger Braderie, die am 19. Mai 2018 vom lokalen Geschäftsverband veranstaltet wurde, war auch die Kommunistische Partei mit einem Informations- und Verkaufsstand in der Fußgängerzone in Differdingen zugegen.

Zum Verkauf angeboten wurden Bücher, Getränke, Kuchen und Brötchen mit Würstchen und Sauerkraut, aber das Hauptaugenmerk lag auf Gesprächen mit Braderie-Besuchern und der Verteilung der Samstagausgabe der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek«. »Die Parktarife abschaffen«, »Privatisierungen rückgängig machen«, »Bezahlbaren Mietwohnungen Priorität einräumen« und »Für Chancengleichheit statt Containern«, lauteten die Themen, über welche die Kommunisten unter dem Sammeltitel »Was sich in Differdingen ändern muss« berichteten.

In vielen Einzelgesprächen ging es hauptsächlich um landespolitische und soziale Fragen, und es zeigte sich, dass nach wie vor großer Aufklärungsbedarf besteht, da die Zusammenhänge zwischen Arm und Reich, Profiten und Ausbeutung, Bauhaien und Wohnungsmangel, Aufrüstung und Bildungsnot in der Regel verschleiert werden, damit die Verhältnisse so bleiben wie sie sind. Der Mindestlohn wurde öfter angesprochen, wobei zwar bekannt war, dass die KPL 20 Prozent Erhöhung fordert, nicht aber, dass die KPL auch die Forderung des OGBL nach einer 10-prozentigen Erhöhung unterstützt, und die 20 Prozent, die im Wahlprogramm der KPL stehen, von der »Chambre des salariés« errechnet wurden. Kaum bekannt war auch, dass die KPL – im Gegensatz zu den anderen Parteien, die Jahr für Jahr teilweise mehrere Hunderttausend Euro aus dem Staatshaushalt erhalten, – keinen Cent vom Staat bekommt.

A.R.

Dienstag 22. Mai 2018