Erneuerung des Kollektivvertrags für Bankangestellte

Nach der Grundsatzvereinbarung die Einzelheiten

Nach langwierigen Verhandlungen hatten die Bankervereinigung ABBL und die Gewerkschaftsfront von Aleba, OGBL und LCGB am 9. Mai 2018 sich auf eine Grundsatzvereinbarung über einen neuen Kollektivvertrag für rund 15.000 Bankangestellte für die Zeit von 2018 bis 2020 geeinigt. Einzelheiten waren keine genannt worden, aber in einer gemeinsamen Mitteilung der Gewerkschaften hatte es am 11. Mai geheißen, die Vereinbarung sehe die Einführung eines neuen Klassifizierungs- und Vergütungssystem vor, einschließlich der um 10 Prozent erhöhten Juni-Prämie, sowie Verbesserungen bei den Arbeitszeitbestimmungen und beim bestehenden Ausbildungsvertrag.

Bereits am Montag dieser Woche (14. Mai) stimmte die Delegiertenversammlung des LCGB der Grundsatzvereinbarung zu. Am Dienstag (15. Mai) folge dann die die Zustimmung des Verwaltungsrats der Aleba. Diese schnelle Reaktion mag überraschen, da es eine Unstimmigkeit in der Grundsatzvereinbarung gab, welche die Patronatsvereinigung ABBL erst am Abend des 15. Mai aus der Welt räumte.

Laut OGBL wurde diese Änderung der Gewerkschaftsseite erst am 16. Mai zugestellt. Sollte auch der OGBL, der eine Delegiertenversammlung für heute Donnerstag einberufen hat, der Grundsatzvereinbarung zustimmen, dürfte der definitive Text des neuen Kollektivvertrags in Kürze von den Vertretern der Bankervereinigung und der Gewerkschaftsfront ausgearbeitet werden.

Über dessen Inhalt darf man gespannt sein, denn ursprünglich hatten die Gewerkschaften – nach dem einjährigen »Übergangskollektivvertrag von 2017 – lineare Lohnerhöhungen von 1,5 Prozent zum 1. Januar 2018 und 2 Prozent zum 1. Januar 2019 gefordert. Angesichts der Riesengewinne der Banken war das alles andere als übertrieben. Angesichts dessen darf man gespannt sein, wie hoch die Lohnaufbesserungen für die Jahre 2018 bis 2020 tatsächlich ausfallen werden.

A.R.

Ali Ruckert : Mittwoch 16. Mai 2018