Justizministerium und Notariatskammer:

Neues Gesetzesprojekt vorgestellt

Am Mittwoch präsentierten Justizminister Félix Braz (déi gréng) und der Präsident der Notariatskammer, Frank Molitor, das Gesetzesprojekt zur Reform des Notariats.

Es handele sich dabei um eine fundamentale Reform auf EU-Niveau und gleichzeitig um eine Modernisierung des Berufsstandes. Der Nominierungsmechanismus in den Stand eines Notars ist in Zukunft mit neuen Kriterien verbunden. Justizminister Braz erklärte, daß im Zusammenhang mit der steig steigenden Anzahl von Dossiers und der zunehmenden Komplexität derselben eine bessere Spezialisierung sowie eine größere Diversifikation der Notartätigkeit mittlerweile unabdingbar würden. Dies mit Blick auf die Anforderungen der Klienten und die damit einhergehende juristische Sicherheit.

Das neue Gesetzesprojekt sieht außerdem die Möglichkeit vor, daß auch zwei Notare zusammen arbeiten können, etwa auch gemeinsam mit angestellten Notar-Anwärtern. Außerdem der Nominierungsmechanismus reformiert und als dritte große Neuerung die Rolle der Notariatskammer eindeutiger definiert durch die Einsetzung eines neuen Organs, des »Conseil de la Chambre des Notaires«.

Bei der Nominierung soll es zukünftig transparenter zugehen unter Berücksichtigung der beruflichen und persönlichen Qualifikationen des Kandidaten.

Das bisher bestehende Gesetz stammte noch aus dem Jahre 1976.

CK

Christoph Kühnemund : Mittwoch 16. Mai 2018