O SA: Rock aus Schweden

Die in Schweden geborene Rock-Sängerin Asa Warnvick, mit Pseudonym O Sa, interpretiert auf der CD »No conclusion«(1) eine sehr lebendige Musik, (elektronisch) orchestriert, mit vorwärtsdrängendem Schlagzeug untermalt, mit einem lyrisch-warmen Mittelteil.

»Think with your mind and not with your Ding o Ling«. Zwischendurch taucht eine ins Scharfe verfremdete Männerstimme auf und verschwindet wieder. – Der Zweck der Sängerin und der Musik ist, »to be more positive in the energy you spread« (»positiver zu sein in der von dir verbreiteten Energie«). Die lebendige, warme Stimme der Sängerin – das Gegenteil von schrillem Schreien, aber auch vom dünnen Gesäusel à la Bruni–Sarkozy – trägt viel zum Erreichen dieses Zwekkes bei.

Dieser Rock ist differenzierter in Stimme, Melodie und Orchestration als das meiste von dem, was zurzeit in diesem Bereich auf den Markt kommt. – Die CD dauert keine acht Minuten, der zweite Teil besteht aus einer rein orchestralen Version des Stückes, und diese hat keinen Abschluss, lässt den Namen des Ganzen, »No conclusion«, verstehen. Aber man wünschte sich, dass es weitergeht mit dieser »positiven Energie«, wie nur die Musik unter allen Künsten sie so direkt verbreiten kann. Dies liegt ja zum Teil am Rhythmus, der der Musik eigen ist. und der sich allerdings in Pop- und Rock-Musik zu oft verselbständigt (auch öfters bei den »Rolling Stones«), so dass von dem, was man Musik nennen kann, nicht viel übrig bleibt. Diesen Vorwurf kann man der CD von O Sa nicht machen.

Deshalb möchte man gerne mehr hören von diesem neuen Rock aus Schweden.

***

(1) »New Crossfire«, Komponist Salvator Amorusso, Text von Gregory Jones, der auch den kurzen Abschnitt der Männerstimme singt. O Sa lebt zurzeit in Luxemburg.

Joseph Welter

Donnerstag 12. Februar 2009