Jugendliche als Entwicklungshelfer

als Entwicklungshelfer neuen Freiwilligendienst an

Haben Jugendliche und junge Erwachsene seit 1998 die Möglichkeit, im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes gemeinnützige Arbeiten in den Bereichen Soziales, Jugend, Umwelt oder Kultur zu leisten sowie sich am »Service volontaire d’orientation« zu beteiligen, den der Service National de la Jeunesse (SNJ) seit dem vergangenen Jahr vor allem für Schulabbrecher anbietet, so stellten Familienministerin Marie-Josée Jacobs und Kooperationsminister Jean-Louis Schiltz am Dienstag einen neuen Freiwilligendienst im Bereich der Entwicklungshilfe vor.

Der »Service volontaire de coopération« richtet sich an 18- bis 30-Jährige, die sich in einer der über 80 in Luxemburg tätigen (und anerkannten) Nichtregierungsorganisationen (NGO) engagieren und die drei bis zwölf Monate lang für ein Kooperationsprojekt in einem Entwicklungsland arbeiten wollen. Die Jugendlichen bekommen laut Schiltz ihr Flugticket bezahlt, »sofern es nicht mehr als 1.200 bis 1.300 Euro kostet«, erhalten ein Taschengeld »auf dem Niveau des Gastlandes«, falls dieses nicht schon von anderen Organisationen gezahlt wird, und ihre Beiträge zu den Sozialversicherungen werden für die Zeit ihres Aufenthalts vom Kooperationsministerium übernommen.

Jacobs zufolge ist das neue Angebot in seiner Pilotphase auf zwölf Teilnehmer begrenzt. Bevor die Jugendlichen ihren Freiwilligendienst antreten, werden sie auf ihren Auslandseinsatz vorbereitet. Damit werde sichergestellt, daß man »keinen Tourismus« betreibe, so Patrick de Rond, Präsident des »Cercle de Coopération des ONG de Développement«, der die Vorbereitungskurse mitorganisiert. »Und auch wen die Jugendlichen nach Luxemburg zurück-gekehrt sind, werden sie weiterhin betreut und ihre Erfahrungen werden mittels eines ‚Fiche d‘évaluation‘ ausgewertet.« De Rond war es zudem wichtig zu betonen, daß sich die Jugendlichen ihre Projekte selbst aussuchen müssen bevor sie sich bewerben.

oe

Oliver Wagner : Mittwoch 11. Februar 2009