Zweitägiges Seminar der KPL

Der Kapitalismus produziert immer gewaltigere Krisen

Die kapitalistische Finanz- und Wirtschaftskrise, ihr Charakter, ihre Ursachen und ihre Folgen sind für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Das ist nicht verwunderlich, denn die herrschende bürgerliche Ideologie tut alles, um die Wahrheit darüber zu verschleiern, dass Krisen systemimmanent sind, da die Wirtschaft im Kapitalismus nicht entsprechend den gesellschaftlichen Bedürfnissen organisiert ist, sondern, im Gegensatz zum gesellschaftlichen Charakter der Produktion, alles dem Privatbesitz an den Produktionsmitteln und der Profitmaximierung untergeordnet ist.

Die bisherigen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, die Ursachen für Überproduktionskrisen, die Auswirkungen auf den Luxemburger Finanzplatz und auf die reale Wirtschaft, der Vergleich mit der derzeitigen kapitalistischen Krise und der Krise von 1929, die totalitären Auswirkungen der Ideologie des Neoliberalismus, die Veränderungen im internationalen Kräfteverhältnis infolge der Krise und die derzeitige Entwicklung im Erdöl- und Erdgasbereich standen im Mittelpunkt eines Seminars, welches die Kommunistische Partei Luxemburgs am 7. und 8. Februar 2009 in der Jugendherberge in der Hauptstadt durchführte.

Aloyse Bisdorff und Rainer Rupp führten in die verschiedenen Themen ein, bevor die 40 Teilnehmer Gelegenheit hatten, einzelne Aspekte und grundsätzliche Alternativen, die in Richtung Eindämmung der Macht des Finanzkapitals und Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise gehen, zu diskutieren.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise und die Alternativen der Kommunisten werden ein wichtiger Teil der Wahlkampagne der KPL sein, die unter dem Motto »De Mënsch virum Profit!« stehen wird.

A.R.

Ali Ruckert : Dienstag 10. Februar 2009