Esch: Eine Passerelle in die Zukunft

Auf einer Pressekonferenz vor Ort informierte der Escher Schöffenrat am Montag über das Voranschreiten der im Herbst 2007 aufgenommenen Arbeiten an der neuen Passerelle zwischen dem Stadtzentrum und dem Naherholungsgebiet »Gaalgebierg«. Auch wenn man mit dem für Esch »wegweisenden Projekt« derzeit etwa drei Wochen im Rückstand sei, so Bautenschöffe Henri Hinterscheid, sei man zuversichtlich, die Passerelle bis zum Sommer fertigstellen zu können.

Wegen ihres »futuristischen Designs«, so Bürgermeisterin Lydia Mutsch, könne die 21 Meter hohe und 100 Meter lange Brücke, die das Escher Zentrum nahtlos mit den Freizeit- und Sportanlagen im Park auf dem »Gaalgebierg« verbinde, sogar zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt werden. Die doch recht ansehnliche Höhe der auf zwei pfeilartigen Stützen ruhenden Passerelle wurde damit erklärt, daß ein gewisser Sicherheitsabstand zu den Hochspannungsleitungen der SOTEL und den Oberleitungen der CFL eingehalten werden muß.

Diese Leitungen müssen übrigens Anfang März abgeschaltet werden, damit die restlichen Teile der Passerelle, die wie die beiden bereits installierten vorgefertigt und mit Schwertransportern angeliefert werden, eingebaut werden können.

Sorge ein spezieller Stahlüberzug des Treppenhauses schon tagsüber für »eine einzigartige Lichtfiltrierung«, so soll die Passerelle, die sich auch als Aussichtsplattform eignen soll, nachts mit zwei roten Scheinwerfern angestrahlt und mit in den Boden eingelassenen Leuchtdioden beleuchtet werden.

Für Verkehrsschöffe Felix Braz ist die Brücke, die auch mit Fahrrädern befahren werden kann, vor allem »ein Bindeglied zwischen dem Zentrum der Stadt und ihrer grünen Lunge Gaalgebierg«, die mit der Passerelle beide aufgewertet würden. Und da sich am Escher Bahnhof auch der wichtigste Knotenpunkt des TICE-Netzes befinde, könne das Naherholungsgebiet auf dem »Gaalgebierg« künftig auch von anderen Südgemeinden aus bequem und umweltfreundlich mit dem Bus erreicht werden.

Die Gesamtkosten gab Mutsch mit 3,5 Millionen Euro an, wobei die Stadt 20 Prozent der investierten Summe aus einem Förderprogramm der EU zurück erhalte.

oe

Oliver Wagner : Dienstag 10. Februar 2009