UNEL begrüßt Einführung einer kostenlosen mKaart für Studierende

Studentenorganisation setzt sich für bessere Bus- und Zugverbindungen zur Universität ein

In einer Stellungnahme begrüßt die Studenten- und Schülerorganisation UNEL (Union nationale des étudiant-e-s) die Entscheidung der Regierung, den öffentlichen Transport für Studierende bis 30 Jahre und Jugendliche bis 20 Jahre ab 1, August 2017 kostenlos zu machen. Die UNEL beglückwünscht auch die Stundenvereinigung ACEL für das Verhandlungsresultat und erinnert daran, vor zwei Jahren selbst mit dem Nachhaltigkeitsministerium die Möglichkeit eines kostenlosen öffentlichen Transports erörtert zu haben.

Die UNEL weist allerdings auch darauf hin, dass der öffentliche Transport noch weit hinter den bestehenden Bedürfnissen zurückbleibt, denn Studenten aus dem Norden und Osten des Landes, müssen fast drei Stunden am Tag im Zug verbringen, um zur Universität zu gelangen – nicht eingerechnet die vielen Verspätungen. Viele Studenten würden daher auf das Auto zurückgreifen oder seien auf eine zusätzliche Wohnung im Süden des Landes angewiesen, um zeit zu sparen.

Mehr bezahlbare Stundenwohnungen notwendig

Die UNEL setzt sich daher für einen Ausbau der Zug- und Busverbindungen zwischen dem Universitätsstandort in Belval und den weniger dicht besiedelten Gegenden des Landes ein. Auch fordert die Studentenorganisation mehr bezahlbaren Wohnraum für Studenten im Umfeld der Universität.

Gegenwärtig stünden im Süden des Landes lediglich Wohnheime für 16 Prozent der Studierenden zur Verfügung. Hinzu komme, dass diese Wohnungen mit einer Durchschnittsmiete zwischen 23 und 27 Euro pro Quadratmeter für Studenten ohne festes Einkommen quasi unbezahlbar sind.

Erschwerend sei, dass bei der Studienbörse für einheimische Stundenten der Universität, die nicht mehr zu Hause leben, keine Mobilitätshilfe ausbezahlt wird, was in den Augen der UNEL aber geschehen sollte.

Auf ihrem Kongress am 29. Dezember 2016 hatte die UNEL Arbeitsgruppen für Bildungspolitik, Gender, Hochschulpolitik und Internationales eingesetzt und eine neue Koordinationsgruppe gewählt. Ihr gehören an: Kelly Kosel (Sprecherin), Sophie Née (Generalsekretärin), Leo Gaasch (beigeordneter Vizesekretär) und Pol Reuter (Schatzmeister).

A.R.

Ali Ruckert : Dienstag 10. Januar 2017