KP Rußland fordert Verstaatlichungen

Moskau – Tausende Menschen demonstrierten am Wochenende in ganz Rußland gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung und deren Reaktion auf die weltweite Finanzkrise. Allein in Wladiwostok gingen 3.000 Demonstranten auf die Straße. Die Proteste in der Hafenstadt im Fernen Osten richteten sich vor allem gegen die Entscheidung der Regierung, die Einfuhrzölle für Autos zu erhöhen.

In Moskau versammelten sich etwa tausend Kommunisten auf einem zentralen Platz in der Innenstadt, der von einigen hundert Polizisten abgeriegelt wurde. KP-Präsident Gennadi Sjuganow sagte auf der Kundgebung, die Regierung dürfe nicht länger westlichen Wirtschaftsmodellen folgen, statt dessen müsse sie Unternehmen verstaatlichen.

Außerdem fand eine Demonstration unter der Losung »Marsch der nicht Einverstandenen«, statt, die von Leuten um Umkreis des ehemaligen Schachweltmeisters Kasparow organisiert war, der vor allem von der EU-Führung hofiert wird. Da hier auch mit einem großen Aufgebot an ausländischen Journalisten gerechnet werden konnte, gab es die üblichen Provokationen, die erwartungsgemäß den bei der Presse besonders beliebten Einsatz von Knüppeln hervorrief. Parallel dazu organisierten Anhänger der Kreml-Parteien eine Gegendemo unter dem Slogan: »Wir vertrauen Medwedjew und Putin«. (Agenturen/jW/ZLV)

Dienstag 3. Februar 2009