CITA-System auf den Autobahnen

Zeitgemäße Verbesserungen nötig

In einer parlamentarischen Anfrage wollte die Abgeordnete Claudia Dall’Agnol rezent von Infrastrukturminister Bausch wissen, wie es um das CITA-System (»Controle et information du trafic sur les autoroutes«) bestellt ist, welches während der 90er Jahre konzipiert worden ist. In diesem Zusammenhang wird ohnehin mittlerweile Unmut laut, das in der Anschaffung relativ teure System habe heutzutage nur mehr einen überschaubaren Nutzen für die Verkehrsteilnehmer, da es weder Stauwarnungen in Verbindung mit Umleitungsempfehlungen anzeigen kann, noch Tempobeschränkungen mit der dazugehörigen Begründung.

Minister Bausch wies in seiner Antwort darauf hin, daß sich der Verkehr auf den Autobahnen seit Einführung des Systems vervierfacht habe und das System bereits jetzt die Fahrtdauer in Echtzeit auf einzelnen Strecken anzeige, damit sich der Autofahrer auf eventuellen Zähfluß oder Stau einrichten könne.
Kritiker sehen das System hingegen unfähig, etwa bei starkem Reisetransitverkehr während der Schulferien in den Nachbarländern, häufig auftretende lange Staus auf den Autobahnen A3 in Richtung Metz oder A6 in Richtung Arlon zu verhindern.

Die Anzeigetafeln, welche in den 1990er Jahren über den Autobahnen angebracht wurden, seien jedoch, so Bausch, lediglich in der Lage, in drei Reihen à 15 Zeichen Textmitteilungen an die Verkehrsteilnehmer zu übermitteln, was es schwer mache, für Urlaubsdurchreisende, Berufspendler oder lokalen Verkehr jeweils zurecht geschneiderte Nachrichten anzuzeigen. Auch könne das CITA-System keine Verkehrsdaten aufzeichnen und auswerten. Verkehrsteilnehmer seien also nach wie vor selbst in der Pflicht, sich die für sie geeignete Route herauszusuchen.

Freitag 28. August 2015