675. Schueberfouer vom 21.8. bis 9.9.:

2015 als Jahr der »Mäuse«

Das gab’s noch nie auf der Schueberfouer: bei derselben Ausgabe die »normale« Wilde Maus und erstmals gleichzeitig die Wilde Maus XXL, auf der die Fahrt entsprechend länger dauert. Aber schneller ist die kleinere Achterbahn, die daher den größeren Quietschfaktor bietet. In diese Klasse einzureihen sind sicher auch die Neuheiten The Tower und Haunted Mansion – so kann nur eine Geisterbahn heißen.

Im Süßigkeitsbereich gibt es mit Goldsünde der Münchnerin Anita Agtsch erstmals ein reines Bio-Geschäft, das vor Ort produziert und das obendrein mit Blattgold arbeitet für spezielle Geschenke.

Die Schueberfouer erfreut sich bei den Schaustellern erstklassiger Beliebtheit, weshalb viele es nach einem oder ein paar Jahren Abwesenheit wieder aufs Glacis-Feld geschafft haben: Avenger, Shake&Roll, Power Tower 2, Rotor, Happy Sailor und Après Ski Party sind da zu nennen.

Alle Details gibt es im Internet auf www.fouer.lu und auf der im zweiten Jahr erneuerten Smartphone-Ap »Schueberfouer«: sie war letztes Jahr 23.000 Mal runtergeladen worden und muß nun aufgefrischt werden. Aber Vorsicht: beim Herumschmökern nicht aus Unachtsamkeit vor ein Auto laufen! A propos Vorsicht: auf allen Spielen sind die als »Selfie-Sticks« bekannt gewordenen Stangen verboten. Überhaupt wird gebeten, auf Spielen keine Selfies zu schießen: das Risiko, daß der Apparat runter fällt und untendrunter jemand dadurch ernstlich verletzt wird, ist zu hoch!
Die Polizei ersucht, Wertsachen zu Hause zu lassen beim Fouer-Besuch. Denn an einem Ort, wo durchschnittlich 100.000 Leute am Tag erwartet werden, bleiben Unehrliche nicht aus.

In 20 Tagen wird demnach mit 2 Millionen Besuchern gerechnet, wobei unter einem zwischen den 185 Buden und Spielen am Glacis und den 89 Kramerläden in der Allée Scheffer 55.000 Menschen reinpassen.

Der Schöffenrat ist wahlweise nicht willens oder nicht in der Lage zu verraten, wo die 89 Läden hinsollen, wenn laut Planung der Luxtram SA dort Straßenbahnschienen verlaufen. Es sei »verfrüht, dazu etwas zu sagen«, erklärte uns Bürgermeisterin Polfer. Eigentlich sollte vorausschauende Politik darin bestehen vor Baubeginn eines Projektes zu wissen, wie mit einhergehenden Zwängen danach umzugehen ist. Und diese Ladenstraße als Erinnerung an den vormaligen mittelalterlichen Jahrmarkt ist schließlich unverzichtbar für den Charakter dieses Volksfestes.
Immerhin garantierte der Schöffenrat gestern, daß die Fouer nicht vom Glacis-Feld verschwinde, egal ob die Tram kommt oder auch nicht. Wir hoffen, sie kommt nicht in die Allée Scheffer!

Wie alle Jahre werden die Fouer-Besucher inständig gebeten, nicht auf einen Parkplatz am Limpertsberg zu hoffen, wo alle außer Anrainern bis 1 Uhr früh zahlen müssen und nur 3 Stunden stehen dürfen – auch Samstags und Sonntags ab 14 Uhr! Statt dessen wird Bahn und Bus empfohlen, bzw. die P&R-Parkplätze, die durch die Speziallinien 37 und 38 bedient werden.

Wie schon in den letzten Jahren sind die AVL-Linien 1, 2, 3, 4, 8, 16, 18, 19, 20 und 20 zwischen Hauptbahnhof, Stadtzentrum und der Fouer (Haltestellen »Fondation Pescatore« oder Glacis« unter der Woche ab 18 Uhr, am Samstag den ganzen Tag und am Sonntag ab 13 Uhr gratis.
30 RGTR-Linien und etliche AVL-Linien legen um 1 Uhr Zusatzfahrten ein. Wer mit Öffis kommt und nach Hause fährt, riskiert zudem kein Problem wegen Überschreiten der 0,5-Promille-Grenze!

jmj

Mittwoch 19. August 2015