Mit Greenpeace zur »Anti-Kohle-Kette« nach Garzweiler

Menschenkette gegen »Klima-Zeitbombe«

Greenpeace Luxemburg startete am 25. März eine Mobilisierungskampagne für die am 25. April stattfindende »Anti-Kohle-Kette« bei Garzweiler II (NRW). Dort, nur wenige Kilometer von Luxemburg entfernt, tickt eine riesige Klima-Zeitbombe. Das Rheinische Revier ist ein von der Braunkohle geprägtes Gebiet, in dem die vier großen Kraftwerke Niederaußem, Frimmersdorf, Neurath und Weisweiler entlang des Tagebaus Garzweiler stehen. Zusammen stoßen sie fast 85 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr aus. Damit ist der Kraftwerksstandort Rheinisches Braunkohlerevier die größte Kohlendioxid-Quelle Europas und für über zwei Prozent der jährlichen CO2-Emissionen in Europa verantwortlich. Die von mehreren deutschen NGOs ausgerufene Menschenkette, zu der mehrere Tausend Menschen erwartet werden und die eine Länge von 10 Kilometern erreichen soll, hat zum Ziel, den lokalen Widerstand gegen diese »Klimabombe« zu unterstützen und eine nachhaltige Energiewende zu fordern. Der Ausbau des Tagebaus Garzweiler bedroht nicht nur das Klima und die Umwelt, sondern auch die ansässigen Menschen: Mehrere Dörfer wurden bereits umgesiedelt und durch Bagger zerstört. Greenpeace Luxemburg organisiert eine gemeinsame Busfahrt zur Anti-Kohle-Kette bei Garzweiler II und zur anschließenden Kundgebung in den Ort Immerath, dem die Abbaggerung droht.

»Luxemburg engagiert sich seit vielen Jahren gegen das AKW Cattenom und gegen die Nuklearenergie im Allgemeinen. Wenig bekannt ist, daß nur wenige Kilometer von der luxemburgischen Grenze eine weitere Zeitbombe tickt. Die Erschließung eines zweiten Braunkohle-Tagebaus in Garzweiler, unweit von unserer Grenze, würde unsere Klimaziele unerreichbar machen. In Garzweiler redet man deshalb auch von einer regelrechten «Klimabombe». Diese schieren Unmengen an «dreckiger» Energie müssen in der Erde bleiben, damit die Klimaschutzanstrengungen nicht unterwandert werden«, erklärt Martina Holbach, Klima-Campaignerin von Greenpeace Luxemburg. »Wir fordern, daß die Kohle im Boden bleibt und daß endlich massiv in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert wird. Im Jahr des internationalen Klimagipfels von Paris und der Luxemburger EU-Ratspräsidentschaft laden wir die Zivilgesellschaft, Vereine, aber auch unsere Politiker ein, mit uns zusammen gegen diese umwelt- und menschenverachtende Braunkohleförderung, die vor unserer Haustür stattfindet, zu demonstrieren«.

Informationen zur Anmeldung für die Busfahrt nach Garzweiler unter: www.greenpeace.lu.

Weitere Informationen zur Anti-Kohle-Kette unter: http://www.anti-kohle-kette.­de/home/

Freitag 27. März 2015