Royal Bank of Scotland in Luxemburg

Hundert Beschäftigte bangen um ihren Arbeitsplatz

Für die hundert Beschäftigten der zwei Niederlassungen der Royal Bank of Scotland (RBS) begannen am vergangenen Wochenende zwei bange Wochen, während denen die definitive Entscheidung darüber fallen könnte, ob sie schließen werden, ihre Aktivitäten auslaufen werden oder die eine oder andere Gesellschaft an eine Großbank verkauft wird.

Die schottische Großbank will sich von der RBS Global Banking Luxembourg auf Kirchberg, der Fondsgesellschaft RBS Luxembourg in Hesperingen und weiteren Niederlassungen in anderen europäischen Ländern trennen, weil sie innerhalb der vergangenen sieben Jahre Verluste in Höhe von 50 Milliarden Pfund machte.

Die Bank, die stark in Spekulationsgeschäfte verwickelt war, wurde 2008 von der öffentlichen Hand vor dem Konkurs gerettet. Weitere staatliche Geldspritzen führten dazu, dass der britische Staat sich 84 Prozent der RBS-Aktien aneignete. Das änderte freilich nichts daran, dass den Managern bis heute Boni in Millionenhöhe ausbezahlt werden. Die Royal Bank of Scotland ist eine von 28 Banken in Großbritannien, die als systemisch bedeutende Großbank eingestuft werden.

A.R.

Ali Ruckert : Mittwoch 4. März 2015