Verschlechterungen beim Nationalmuseum

Personal lehnt neue Arbeitspläne ab

Für die Beschäftigten des Nationalmuseums (Luxemburg-Fëschmaart und Dräi Eechelen) gibt es nach Informationen des LCGB kurz vor Weihnachten schlechte Nachrichten:

Die Museumsleitung habe in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium neue Dienstpläne vorgelegt. Gravierendster Nachteil der vorgeschlagenen Arbeitsplanung ist nach Ansicht der Gewerkschaft die Tatsache, daß kein freier Samstag mehr vorgesehen ist. Bisher war jeder Beschäftigte, der im Besucherbetrieb arbeitet dazu verpflichtet, jeden zweiten Samstag und jeden zweiten Sonntag zum Dienst anzutreten.

Das soll nun mit der Eröffnung eines zusätzlichen Museumsflügels anders werden. Samstags sollen alle betroffenen Angestellten und Staatsbeamten ausnahmslos arbeiten und sonntags soll die Mehrarbeit durch sogenannte »externe Dienstleister« ausgeglichen werden. Für den Sonntag ist zudem unklar, ob die bisherige Personaldichte gewährleistet ist, die Anzahl der externen Kräfte wurde bisher nicht genannt.

Mehr Fläche – gleiches Personal

Es wurde nach Ansicht des Christlichen Gewerkschaftsbundes von Direktionsseite beschlossen, mehr Ausstellungsfläche zu bieten, ohne im Gegenzug die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Arbeitsqualität der Angestellten werde zudem wesentlich verschlechtert, unter Anderem auch, weil das Personal bisher freie Samstage in der Arbeitsplanung tauschen konnte, was nun natürlich entfällt. Ein Gegenvorschlag der Salariatsvertreter zur Kostenreduzierung sei nicht beachtet worden und die Einschnitte betreffen nach Ansicht des LCGB ausschließlich die Beschäftigten mit niedrigen Gehaltsstufen, vorwiegend im Behindertenstatut. Alternative Sparmaßnahmen würden in Betracht gezogen, heißt es.

Die Personalvertreter, sowohl der Angestellten, als auch der Staatsbeamten, haben nach Informationen des LCGB beschlossen, den vorliegenden Arbeitsplan nicht anzunehmen. Eine vorzeitige Einführung ohne das Einhalten der vorgesehenen Prozedur werde ausgeschlossen. Laut Kollektivvertrag müsse ein Arbeitsplan drei Monate vor Inkrafttreten den Personalvertretern vorgelegt werden, welche hierzu ein Gutachten abgeben. Kulturministerin Maggy Nagel (DP), reicht das Dossier dann normalerweise spätestens einen Monat vor Inkrafttreten an den Minister des öffentlichen Dienstes weiter.

Der LCGB wehre sich, wie es abschließend heißt, »mit allen Mitteln« gegen die Vorgehensweise, die einen Einschnitt in das Privatleben der Bediensteten an den beiden Standorten darstelle. Gefordert werde die Einstellung von zusätzlichem Personal, wodurch der Erhalt der bisherigen Samstags-Regelung sichergestellt werden könne.

CK

Christoph Kühnemund : Donnerstag 18. Dezember 2014