Kollektivverträge erneuert

Wie das Syndikat Dienstleistungen und Energie des OGBL am Donnerstag mitgeteilt hat, wurde der Ende April ausgelaufene Kollektivvertrag für die rund 40 Beschäftigten von HealthCity Luxembourg S.A., einer Fitneßcenterkette, erneuert. Der OGBL, die einzige Gewerkschaft, die in der Delegation des Unternehmens vertreten ist, habe eine Anpassung der Gehältertabelle und eine Anhebung der Essenszulage erreicht, während die anderen Bestimmungen beibehalten wurden. Der neue Kollektivvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren bis zum 30. April 2016.

Mitteilungen des OGBL und des LCGB zufolge wurde auch der Kollektivvertrag bei Cimalux S.A. erneuert, die das Zementwerk in Esch und ein Klinkerwerk in der Nähe von Rümelingen betreibt. Wie der OGBL als Verhandlungsführer erklärte, sieht der neue Kollektivvertrag, der bis zum 31. Dezember 2017 läuft, einen Lohnzuwachs von jeweils einem Prozent pro Jahr, ab 2016 eine Erhöhung der Jahresgratifikation und ab näch­stem Jahr eine vom Unternehmen bezahlte Zusatzpension für alle Mitarbeiter vor. Außerdem seien mehrere Prämien, so die für gesundheitsschädliche Arbeiten und die Bereitschaftsprämie, angehoben worden, und wie von der Direktion vorgeschlagen wurde eine Unfallpräventionsprämie für alle Risikoposten eingeführt.

Streikvorbereitungen bei ACL Services

Hingegen beklagen die Gewerkschaften OGBL und LCGB bei ACL Services S.A. »Keine Kompromißbereitschaft seitens der Direktion«. Obwohl sich die Beschäftigtenvertreter vor der letzten Sitzung des Schlichtungsamtes unter anderem bereiterklärt hätten, ein neues Entlohnungssystem einzuführen, hätte es die Direktion abgelehnt, gleichzeitig über »die längst überfällige Aufwertung der Gehältertabellen« für die Jahre 2013 bis 2015 zu verhandeln. Deshalb habe das Nationale Schlichtungsamt am 4. Dezember eine Nicht-Schlichtung festgestellt. Hinter der »aggressiven Vorgehensweise« der Direktion vermuten die Gewerkschaften den neuen Direktor des Automobilclubs.

OGBL und LCGB bereiten sich ihrer gemeinsamen Presseerklärung zufolge »auf einen größeren Konflikt vor«. »Zusammen mit der Personaldelegation werden die Gewerkschaften das Personal genauestens informieren und gleichzeitig die nötigen Schritte in Richtung Streik in die Wege leiten.«

oe

Oliver Wagner : Dienstag 16. Dezember 2014