30 Jahre Freundschaftsgesellschaft »Amistad Luxemburgo-Cuba«

Dreißig Jahre sind es her, dass die Freundschaftsgesellschaft »Amistad Luxemburgo-Cuba« im Jahr 1984 gegründet wurde. Aus diesem Anlaß fand am 10. Oktober dieses Jahres im Eisenbahnercasino in der Hauptstadt ein Empfang statt, an dem auch die Botschafterin der Republik Kuba, Mirtha Hormilla, teilnahm. Gekommen waren ebenfalls Freunde der Vereinigung »Amis de Cuba« aus Gent.

Während der zurückliegenden drei Jahrzehnte versuchte die Freundschaftsgesellschaft nicht nur ihren statutarischen Zielen – die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen den Völkern Luxemburgs und Kubas in allen gesellschaftlichen Bereichen zu fördern – gerecht zu werden, sondern leistete auch finanzielle Hilfe, nicht zuletzt dann, wenn Hurrikane große Zerstörungen in Kuba anrichteten.

Die Luxemburger Freunde Kubas sahen die Festigung der Freundschaft mit dem kubanischen Volk auch immer als einen Beitrag gegen die seit 35 Jahren andauernde kriminelle Blockade der USA gegen die karibische Insel, die einen sozialistischen Entwicklungsweg gewählt hat und sich ihre Zukunft nicht von den USA diktieren lassen will.

Bekannteste Aktivität der Freundschaftsgesellschaft, die auch Ausstellungen, Konferenzen und Konzerte organisiert, ist wohl die jährlich stattfindende »Fiesta Cubana«, deren Einnahmen in der Regel darauf verwendet werden, punktuelle materielle Hilfe zu leisten.

Zusätzlich wurde dann im Jahr 1994 die Vereinigung »Solidarité Luxembourg-Cuba« gegründet, eine ONG, die projektgebundene Hilfe leistet und in der Zwischenzeit unter anderem im medizinischen und schulischen Bereich konkrete Projekte in Kuba verwirklichte.

Als dritte Vereinigung ist das Komitee »Liberté pour les Cinq« zu erwähnen, eine Solidaritätsvereinigung, die sich für die Freilassung der fünf antiterroristischen kubanischen Kundschafter einsetzt, die vor 16 Jahren in den USA verhaftet wurden, nachdem sie zuvor viel dazu beigetragen hatten, gegen Kuba gerichtete terroristische Anschläge, die vom Boden der USA ausgehen sollten, zu verhindern.

Aus Anlaß der Feier zum 30-jährigen Bestehen der Freundschaftsgesellschaft »Amistad Luxemburgo-Cuba« begrüßte deren Präsident Joël Wunsch die Anwesenden herzlich und bedankte sich bei allen, die der Freundschaftsgesellschaft während der vergangenen Jahre ihre Unterstützung zukommen ließen.

Er bekräftigte zudem, dass die Vereinigung ihre Aktivitäten in Zukunft weiterführen will und forderte ein Ende der kriminellen Blockade der USA, welche Kuba stark in seiner Entwicklung behindert. Botschafterin Mirtha Hormilla bedankte sich im Namen des kubanischen Volkes für die Solidarität und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich die Freundschaftsbande zwischen dem kubanischen und luxemburgischen Volk in Zukunft stärker entwickeln werden.

Erinnern wir daran, dass die Ehrenpräsidentin der Freundschaftsgesellschaft, Danielle Kies erst zu Beginn des Jahres mit der Freundschaftsmedaille, die vom Staatsrat der Republik Kuba vergeben wird, ausgezeichnet wurde. Die gleiche Ehre erfuhr am gestrigen Donnerstag die Präsidentin der ONG »Solidarité Luxembourg-Cuba«, Christiane Tonnar-Meyer, die die Medaille aus den Händen von Botschafterin Mirtha Hormilla entgegen nehmen konnte. Herzlichen Glückwunsch an die Ausgezeichneten.

A.R.

Ali Ruckert : Freitag 24. Oktober 2014