OGBL-ACAL

Bussektor: LCGB soll bei Wahrheit bleiben

Der OGBL-ACAL kritisierte gestern in einer Stellungnahme Aloyse Kapweiler vom LCGB, welcher zuvor öffentlich die Arbeitsbedingungen im Bussektor angeprangert hatte. In einem Flugblatt sprach er den Mangel an Sanitäranlagen für die Busfahrer an.

Der OGBL-ACAL möchte hierzu bemerken, daß er es war, der bereits am 14. Januar 2011 an den damaligen Mini­ster Claude Wiseler geschrieben hatte, um diese Mißstände anzuprangern. Im selben Jahr habe eine Protestaktion des OGBL-ACAL zu genau diesem Thema beim Lyzeum in Wiltz stattgefunden und am 14. November 2011 habe man sich mit einem Brief an den damaligen Kammerpräsidenten Laurent Mosar gewandt. Auch sei dem OGBL-ACAL versprochen worden, man werde sich der Thematik annehmen. Dies sei jedoch nicht geschehen.

In seinem Flugblatt spreche Kollege Kapweiler über die Sicherheit der Fahrer und Passagiere im Bus. Das OGBL-Syndikat Straßenstransport/ACAL erklärt hierzu, es habe diese Aggressionen angeprangert und sich mit dem zuständigen Minister getroffen, um über mehr Sicherheit im öffentlichen Transport zu beraten. Es bestünden zudem mehrere Arbeitsgruppen, die sich mit der Sicherheit in Bussen und Zügen befasse. Leider glänzten die LCGB-Vertreter dort oft durch Abwesenheit, heißt es in der gestrigen Stellungnahme des OGBL-ACAL weiter.

»Richtig dreist« werde es jedoch, wenn Herr Kapweiler das Bedürfnis einer Anpassung der Fahr- und Ruhezeiten der Busfahrer für einen besseren Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben anspreche. »Kollege Kapweiler sei daran erinnert, daß genau dies unsere Forderung bei der großen Protestveranstaltung am 22. April 2012 im Vorfeld der Kollektivvertragsverhandlungen war, die über 400 Fahrer zusammengebracht hatte«. Es sei sein LCGB gewesen, der damals federführend genau diese Forderung nicht unterstützt habe und ein Jahr später einen Kollektivvertrag unterschrieben hatte, in dem die legitimen Forderungen der Fahrer nicht berücksichtigt worden waren.

Es wäre besser, so der OGBL abschließend, die Kräfte in dieser Sache zu bündeln, anstatt die Regierung zum Handeln aufzufordern und sich über die Presse zu profilieren.

Freitag 12. September 2014