94 Asylanträge im August

Wie die Immigrationsdirektion des Außenministeriums am Mittwoch mitgeteilt hat, wurden im August 96 Asylanträge gestellt. Das waren 20 Anträge mehr als im selben Monat des Vorjahres, aber 41 weniger als im August 2012 und sogar 125 weniger als im August 2011.

Insgesamt baten in den ersten acht Monaten dieses Jahres 633 Flüchtlinge in Luxemburg um Schutz vor Verfolgung. Das sind 438 weniger als im gesamten vergangenen Jahr. In den Jahren 2012 und 2011 wurden sogar jeweils über 2.000 Asylbewerber gezählt.

Die meisten Antragsteller kamen im August aus Bosnien-Herzegowina (23), gefolgt von der abtrünnigen serbischen Provinz Kosovo (15) und Belarus (neun). Aus den Kriegsgebieten in Syrien kamen elf Flüchtlinge, aus der Ukraine einer.

Die Anerkennungsquote blieb der Mitteilung zufolge niedrig. Lediglich vier Personen wurde das Flüchtlingsstatut zuerkannt, 29 wurde es verweigert. Im Rahmen des Dublin-III-Abkommens, nach dem der Asylantrag in dem EU-Land gestellt werden muß, in dem der Flüchtling in die EU eingereist ist, wurden im August drei Asylbewerber nach Italien und einer nach Spanien abgeschoben.

Im Gegenzug wurden vier Asylbewerber aus Deutschland, zwei aus Frankreich und einer aus der Schweiz nach Luxemburg abgeschoben.

Wie es in der Mitteilung des Außenministeriums weiter heißt, wurden im vergangenen Monat zehn Zwangsabschiebungen durchgeführt und 49 abgelehnte Asylbewerber hätten Luxemburg »freiwillig« verlassen.

oe

Oliver Wagner : Donnerstag 11. September 2014