Jugendverbände gegen EU-Europa

Sechzehn Mitgliedorganisationen des Weltbundes der Demokratischen Jugend (WBDJ/FMJD) haben in einer gemeinsamen Erklärung die Jugendlichen der EU-Staaten aufgefordert, mit ihrer Stimmabgabe bei den EU-Wahlen die kommunistischen Parteien zu stärken, die sich gegen das EUropa der Monopole wenden.

»Wir haben selbst erfahren«, heißt es in dem Aufruf, »daß diese EU gegründet wurde, um dem Großkapital der EU zu dienen und dessen Profite zu mehren. Diese EU war stets und wird immer unvereinbar mit den Interessen des Volkes sein. Es ist die EU von 30 Millionen Arbeitslosen, einer bis zu 60-prozentigen Jugendarbeitslosigkeit und 120 Millionen Menschen an oder unter der Armutsgrenze. Dies ist eine EU, in der Grundrechte der arbeitenden Menschen verletzt werden und in der Bildung, Gesundheitsfürsorge, Kultur und Sport zur Ware geworden sind.« Die Jugendverbände verweisen auch auf die zunehmenden militärischen Interventionen im Auftrag der EU sowie auf die Einmischungen in die Angelegenheiten anderer Länder wie gegenwärtig der Ukraine.

Die Jugendlichen sollen ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen, heißt es weiter, und gemeinsam sichere Arbeitsplätzen, kostenlose Bildung und Gesundheitsfürsorge, das Recht auf Kultur und Sport einfordern. Die Jugend habe nichts zu erwarten von den Parteien, die die Politik der EU unterstützen und die einen »humaneren Kapitalismus« wollen. Der Charakter der EU werde sich nicht verändern, wenn der Präsident der EU-Kommission oder andere Funktionäre ausgetauscht werden.

Die gemeinsame Erklärung wurde unterzeichnet von kommunistischen Jugendverbänden aus Österreich, Großbritannien, Tschechien, Dänemark, der BRD, Griechenland, Ungarn, Italien, Irland, Norwegen, Rußland, Spanien und der Türkei sowie von der Kommunistischen Jugend Luxemburgs (JCL).

KNE/ZLV

Freitag 16. Mai 2014