Mr. Mittal verbreitet Optimismus

Nach der krisenbedingten jahrelangen Talfahrt des weltgrößten Stahlkonzerns ArcelorMittal geht es Konzernchef Lakshmi Mittal zufolge langsam wieder aufwärts. Im ersten Quartal sei der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahresquartal um zwölf Prozent auf 1,75 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet 1,26 Milliarden Euro gestiegen, wurde am Freitag in Luxemburg mitgeteilt. Unterm Strich habe aber erneut ein Verlust von 205 Millionen US-Dollar (147 Millionen Euro) gestanden. Im Vorjahr lag der Verlust bei 345 Millionen US-Dollar (248 Millionen Euro).

Der Umsatz blieb den Angaben zufolge mit 19,8 Milliarden US-Dollar (14,2 Milliarden Euro) stabil. Der Konzern bekräftigte, daß er nach einem EBITDA von 6,9 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr in diesem eines von rund acht Milliarden US-Dollar erzielen wolle. »Wir bleiben vorsichtig optimistisch für den Rest des Jahres«, ließ sich Konzernchef Mittal zitieren.

Wegen schwächerer Konjunkturaussichten in wichtigen Schwellenländern werde die weltweite Stahlnachfrage langsamer wachsen, wurde gestern prognostiziert. In diesem Jahr werde der Gesamtbedarf voraussichtlich zwischen drei und dreieinhalb Prozent zulegen. Bisher war ArcelorMittal von einem Plus zwischen dreieinhalb und vier Prozent ausgegangen. Hintergrund sei, daß die Märkte in China und Rußland schwächelten.

Die Wachstumsaussichten für die Kernmärkte des Konzerns in Europa und den USA – dort werden rund 85 Prozent des von den verbliebenen knapp 280.000 Mitarbeitern produzierten Stahls verkauft – seien hingegen »ermutigend«. Bei der Gewinnprognose setze man darauf, insgesamt drei Prozent mehr Stahl und 15 Prozent mehr Eisenerz verkaufen zu können. 2013 wurden nach Konzernangaben 91,2 Millionen Tonnen Stahl produziert und 58,4 Millionen Tonnen Erz gefördert. (dpa/ZLV)

Freitag 9. Mai 2014