Nächste Runde im Kampf David gegen Goliath:

Grevenmacher CSV-Ortskaiser echt gefährlich

In einem Rechtsstaat ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich gesetzlich verboten ist.

Nachdem es wohl Regeln über Mindeststandards einer Mietwohnung gibt, aber keine zu Eigentumswohnungen außer der berühmten »insalubrité publique«, dürfte es keinen Bürgermeister geben, der gebetsmühlenartig wiederholt: »Eine Wohnung muss gewissen hygienischen Voraussetzungen entsprechen, damit eine Person unter normalen Bedingungen in einer Wohnung wohnen kann. Hierzu gehört laufendes kaltes und warmes Wasser sowie eine funktionierende WC-Spülung.« So Léon Gloden erneut selbstherrlich am 31. Dezember 2013 an Willi Haas, um die Abmeldung von Amts wegen zu rechtfertigen wie die Verweigerung der Anmeldung bis zum 27.12.2013, allerdings natürlich ohne auf die Frage zu antworten, in welchem Gesetz einem Eigentümer die Eimerspülung am WC untersagt wird.

Das hat er bei seiner Besichtigung der Wohnung mit einer Gemeindebeamtin nach dem Gesprächstermin in der Gemeinde mit Willi Haas auch nicht tun können. Ganz einfach, weil es so eine Gesetzesstelle nicht gibt. Und da wundert sich die CSV-Junghoffnung, daß wir ihm Amtsmißbrauch vorwerfen mit seinem speziellen Ortskaiser-Recht! Da kann er noch so auf uns schimpfen und behaupten, er habe zu keinem Zeitpunkt gesetzeswidrig gehandelt, wenn es offensichtlich sein Ziel ist, Willi Haas wirtschaftlich zu vernichten.

Leute ohne Untertanengeist vertreiben?

Dieser Verdacht gründet sich nicht nur darauf, daß aus seinem Umkreis Haas im Gegensatz zu anderen freundlichen grüßenden Grevenmachern nachgerufen wird, es werde schon noch gelingen, ihn rauszuschmeißen, sondern auch auf die ebenso gebetsmühlenartige Behauptung, das Familienministerium habe »eine Klage beim Staatsanwalt für nicht zustehende ausgezahlte Sozialleistungen eingereicht«, wo doch das angeblich nicht Zustehende einzig auf der von Gloden konstruierten Behauptung gründet, Haas habe in der BRD und nicht in seiner Grevenmacher Eigentumswohnung gewohnt – trotz hoher Heizkostenabrechnung!

Welch gefährlicher Ungeisteshaltung der CSV-Ortskaiser angehört, zeigt er in einem Schreiben an den Grevenmacher Distriktskommissär – ebenfalls am 31.12. Da wiederholt er nicht nur seine üblichen Behauptungen, sondern sucht sie auch noch durch einen anonymen Brief zu erhärten: »Pour votre information complète je joins un courrier anonyme que j’ai reçu en date du 20 décembre 2013 (pièce 23) qui me conforte dans mes préemptions.« Mit so etwas wird Léon Gloden definitiv untragbar als Bürgermeister und Abgeordneter in einem Rechtsstaat! Oder haben wir da etwas verpaßt, und Luxemburg ist gar kein Rechtsstaat mehr?

Bewußt falsch zitiert?

Wir hoffen zumindest, daß Gloden den Brief nicht in seinem Umkreis bestellt hat, wie wir auch hoffen, daß Gloden beim Zitieren aus einem Polizeiprotokoll vom 29. März 2013 nur aus Boshaftigkeit auf die beiden letzten Zeilen vor der Unterschrift vergißt, weil er sonst seine Abmeldeentscheidung mit nichts rechtfertigen könnte. Da steht nämlich, Haas bestreite vehement, in Deutschland gewohnt zu haben. Er habe stets in seiner Grevenmacher Eigentumswohnung gewohnt und habe keinesfalls vor, daran etwas zu ändern. Diese Zeilen wurden erst mißmutig hinzugefügt, als sich Haas zu unterschreiben weigerte, weil zuvor im Text vom Polizisten entgegen seiner Aussage Anderslautendes vorkam. Da Haas bislang eine Kopie des Protokolls verweigert wurde, ist es nicht möglich zu überprüfen, ob die Zeilen noch da sind.

Vernichtungsfeldzug – neuer Schauplatz

Neuerdings versucht Gloden übrigens auch noch, Willi Haas an den Karren zu fahren, weil er nach der Gründung einer Gesellschaft »Transports Willy Haas« am 11. Februar 2000 nie Konten im Handelsgericht veröffentlicht hat. Warum, hat Gloden nicht beim Betroffenen zu erfragen versucht: der hätte ihm sonst sagen können, es sei ihm ein Subunternehmervertrag in Aussicht gestellt worden fürs Ausfahren von Paketen und Poststücken, wenn er über eine Gesellschaft verfüge. Als die vorhanden war, wurde ihm erst der Vertrag vorgelegt. Das Studium der Bedingungen ergab, daß das ein Verlustgeschäft sein würde, weswegen der Vertrag nicht unterschrieben wurde. Die Gesellschaft entwickelte daher keinerlei Aktivität – und von nichts gibt’s auch keine Konten.

Wir fragen uns, was das soll: die Geschichte hat jedenfalls absolut nichts mit einer »funktionierenden WC-Spülung« oder »laufendem« Kalt- und Warmwasser zu tun – wobei der Vollständigkeit halber erneut zu betonen ist, daß es in der Wohnung nicht nur ständig »laufendes« (will wohl heißen fließendes) Kaltwasser, sondern auch ständig eine funktionierende Zentralheizung gab. Daß letzteres zum Leben wesentlich wichtiger ist, zeigen die Nachrichten von den Kältetoten in Griechenland und jenen, die an den Dämpfen von Holzfeuer in der Wohnung starben.

Gloden weiß, daß alle seine Vorwürfe wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, wenn sein Abmeldeverfahren von Amts wegen für null und nichtig erklärt ist. Dann ist der Ortskaiser nackt und enttarnt – und deshalb schlägt er so um sich!

jmj

Dienstag 7. Januar 2014