ArcelorMittal mit 800 Millionen Dollar Verlust im zweiten Quartal

Nach 1,1 Milliarden Dollar während der ersten drei Monate dieses Jahres, machte der Stahlkonzern ArcelorMittal auch während des zweiten Quartals 2009 einen Verlust von 800 Millionen Dollar.

Das erste Halbjahr gehörte laut Hauptaktionär Lakshmi Mittal zu den schwierigsten überhaupt für ArcelorMittal und die gesamte Stahlindustrie.
Von April bis Juni wurden 17 Millionen Tonnen Stahlprodukte verkauft. Das waren 6% mehr als während des ersten Quartals.

Der Umsatz blieb mit 15,2 Milliarden Dollar, im Vergleich zum ersten Quartal (15,1 Milliarden Dollar), hingegen praktisch gleich. 2008 war noch fast das Doppelte an Stahlprodukten verkauft worden (29,8 Millionen Tonnen).
Für das dritte Quartal wird mit etwas besseren Verkaufszahlen gerechnet. Laut ArcelorMittal-Manager Michel Wurth scheint man die Talsohle erreicht zu haben, doch wird nicht damit gerechnet, dass das Stahlgeschäft schnell wieder anzieht.

Keine Aussicht auf Ende der Kurzarbeit

In praktisch sämtlichen Werken von ArcelorMittal wurde die Produktion während der vergangenen Monate bekanntlich um 50 Prozent gedrosselt, in vielen Betrieben mussten die Belegschaften kurzarbeiten.

Wie es aussieht, wird Kurzarbeit auch in den ArcelorMittal-Werken an der Tagesordnung bleiben.

Allerdings ist nicht klar, wie es in den einzelnen Hüttenwerken weitergeht, sollte die Produktion nicht bald wieder deutlich zulegen.
Während die Werke auf Belval und in Differdingen bislang auf längerfristige Aufträge für schwere Träger bauen konnten, ist die Lage für die Stahl- und Walzwerke in Schifflingen und Rodange prekärer.

A.R.

Ali Ruckert : Donnerstag 30. Juli 2009