Kollektivvertragsverhandlungen in der Stahlindustrie

ArcelorMittal hält an Lohnabbau fest

Auch die gestrige Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und der Direktion von ArcelorMittal über die Erneuerung des Kollektivvertrags verlief ohne konkretes Resultat, da der Konzern weiter massive Verschlechterungen durchsetzen will.

Dazu gehört, dass die Löhne um bis zu 20 Prozent gesenkt, neun Ruhetage gestrichen und die bestehenden Lohngarantien abgeschaffen werden sollen. Keine Einigung wurde erzielt, was die Höhe einer einmaligen Prämie für 2012 und 2013 angeht.

Die Konzernleitung hatte Ende Dezember 2012 die bestehenden kollektivvertraglichen Abmachungen gekündigt und nach diesem Akt, der in den zurückliegenden Jahrzehnten seinesgleichen sucht, keinen Zweifel daran gelassen, dass sie darauf aus ist, kollektivvertragliche Errungenschaften zu Lasten der Stahlarbeiter zu verschlechtern.

Die nächste Zusammenkunft zwischen den Gewerkschaften und den Kapitalvertretern wurde auf den 3. September festgelegt. Am 17. September ist dann eine weitere Sitzung vor dem nationalen Schlichtungsamt vorgesehen.

Nik.

Mittwoch 28. August 2013