Bankplatz: In neun Monaten 504 Arbeitsplätze weniger

Der Luxemburger Zentralbank zufolge waren zum 30. Juni dieses Jahres 26.765 Menschen im Bankbereich beschäftigt. Damit gab es in diesem Wirtschaftssektor 204 Arbeitsplätze weniger als zum 31. März 2009.
Seit dem 30. September 2008, Datum an welchem es einen historischen Rekord im Bankenbereich gab, was die Beschäftigtenzahl angeht, ging die Zahl der Beschäftigten um 504 (-1,85 Prozent) zurück.

Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Beschäftigten weiter zurückgehen wird. Bereits am 21. Juli dieses Jahres war bekannt geworden, dass die HVB Banque Luxemburg 42 Beschäftigte auf die Straße setzen will, während die UniCredit International 7 Lohnabhängige entlassen wird.

Dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, wenn Banker versuchen, sich still und leise und ohne dass die Gewerkschaft eingeschaltet wird, von »lieben Mitarbeitern« zu trennen, ist daran ersichtlich, dass die Gewerkschaft Aleba sich genötigt sah, die Bankangestellten in einem Artikel ihres Informationsblattes davor zu warnen, einer Kündigung »in beiderseitigem Einvernehmen« zuzustimmen.

Die Gewerkschaft gibt zu bedenken, dass eine Abmachung »in beiderseitigem Einvernehmen« – so verlockend sie auf den ersten Blick auch erscheinen mag – bedeutet, dass automatisch das Recht auf Arbeitslosenunterstützung verloren geht, so dass der Bankangestellte, wenn er nicht bereits eine andere Arbeitstelle in Aussicht hat oder kurzfristig eine neue Anstellung findet, ohne Einkommen ist.

A.R.

Ali Ruckert : Dienstag 28. Juli 2009