Zusatz zu Kollektivvertrag unterzeichnet

Minimale Lohnerhöhung bei Heintz van Landewyk

Der Zigaretten- und Rauchtabakfabrikant Heintz van Landewyck macht zwar hohe Profite, speist seine Beschäftigten – verglichen mit den erzielten Produktivitätssteigerungen und Gewinnen – allerdings immer wieder mit Almosen ab.

Nachdem das Unternehmen den Beschäftigten mit Hinweis auf den Index überhaupt keine Lohnerhöhung zustehen wollte, sieht der für zwei Jahre geltende Zusatz zum Kollektivvertrag nun eine lineare Erhöhung der Tabellenlöhne von 1,5 Prozent ab dem 1. September 2013 vor.

2014 soll eine weitere lineare Erhöhung von 1,5 Prozent erfolgen, vorausgesetzt die automatische Lohnindexierung würde abgeschafft. Bleibt der (manipulierte) Index bestehen, wird es keine Lohnerhöhung geben. Hier muss man sich natürlich fragen, wieso Gewerkschaftsvertreter einen solch unverschämten Lohnklau unterschreiben können!

Die vor einem Jahr eingeführte Anwesenheitsprämie von 35 Euro im Monat wird abgeschafft und durch eine einmalige Prämie von 300 Euro in Form von Gutscheinen für firmeneigene Rauchprodukte ersetzt. Erhöht wird auch die Jahresendprämie für Beschäftigte, die älter als 50 sind, während die Familienzulage, die an die Betriebszugehörigkeit gekoppelt ist, leicht erhöht wird.

Die Heintz van Landewyk-Gruppe hat zwei Produktionsstätten in Luxemburg, sowie jeweils eine in Deutschland (Trier), Belgien, den Niederlanden und Ungarn. Produziert werden acht Milliarden Zigaretten, 2,5 Milliarden Hülsen und 10.000 Tonnen Rolltabak im Jahr.

A.R.

Ali Ruckert : Donnerstag 1. August 2013