Banken: 2,89 Milliarden Euro Profit vor Provisionen in nur sechs Monaten

Während die Arbeitslosigkeit noch immer steigt und die Armut im reichen Luxemburg größer wird, darf das Finanzkapital seine Erwartungen auf höhere Profite schon wieder steigern. Nicht nur neue Risikokapitalanlagen und Verbriefungsgesellschaften schießen wie Pilze aus dem Boden, sondern auch die Banken verbuchen schon wieder höhere Profite.

Diese Woche meldete die Bankenaufsicht CSSF, dass die Banken am Luxemburger Finanzplatz während des ersten Halbjahres 2013 einen Profit vor Provisionen in Höhe von 2,89 Milliarden Euro machten. Das sind 13,4 Prozent mehr als während der erstens sechs Monate des vorangegangenen Jahres.

Mit Ausnahme der Zinserträge, die weiter zurückgingen, aber immer noch 2,67 Milliarden Euro ausmachten, waren bei allen anderen Bankgeschäften hohe Zuwachsraten zu verzeichnen. Insbesondere im Handel mit Wertpapieren wurde kräftig abgesahnt.

Die Zunahme der Personalausgaben bei den Banken von 4,9 Prozent ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass zahlreiche Bankangestellte über sogenannte »Sozialpläne« entlassen wurden. Gegenwärtig sind bei den Banken knapp 26.350 Personen beschäftigt.

Nik.

Donnerstag 25. Juli 2013