Gemeinsam mehr erreichen

Acht Kulturzentren gründen asbl
»Réseau luxembourgeois des centres culturels décentralisés«

Im »Ratelach« der Escher KuFa präsentierte sich am Mittwoch eine neugegründete asbl namens »Réseau luxembourgeois des centres culturels décentralisés«, an der sich neben der Kulturfabrik auch das Mierscher Kulturhaus, der Centre des Arts Pluriels d‘Ettelbruck (CAPe), Cube 521 aus Marnach, die Wiltzer asbl Coopérations, das Düdelinger Kulturzentrum »opderschmelz«, das Kultur-, Tourismus- und Kongreßzentrum Trifolion aus Echternach sowie das Kulturhaus Niederanven beteiligten.

Das Netz der dezentralen Kulturhäuser, so René Penning von der KuFa, der auf der konstituierenden Generalversammlung Anfang Dezember in Ettelbrück zu seinem Präsidenten bestimmt wurde, lasse sich mit den drei Stichworten Dialog, Austausch und Reflexion umschreiben. Keinesfalls sehe man sich als Konkurrenz zur Theaterföderation, vielmehr wolle man mit dieser zusammenarbeiten.

Man sei auch offen für weitere Mitglieder, den Statuten der Vereinigung zufolge müsse ein dezentrales Kulturhaus dazu »ein Jahresprogramm und ein professionelles Team haben sowie vom Staat oder einer Gemeinde gefördert werden«. Mit ihrem gemeinsamen Abonnement »Trio« hätten das Mierscher Kulturhaus, CAPe und Cube 521 bereits unter Beweis gestellt, »daß sich gemeinsam mehr erreichen läßt«, auch sei die regelmäßige Zusammenarbeit zwischen der KuFa und dem Düdelinger Kulturzentrum anläßlich der jährlichen Fête de la musique wegweisend gewesen.

Leider gehe noch immer nur ein kleiner Teil der Luxemburger überhaupt zu Kulturveranstaltungen, weshalb sich die neue asbl auch gemeinsam »auf die Suche nach einem neuen Publikum« mache. Angesichts der zunehmenden Arbeitslosigkeit und einem wachsenden Analphabetismus wolle man jedoch »nicht nur Vergnügung bieten«, sondern sei sich auch der wachsenden sozialen Verantwortung bewußt.

Das durch seinen Direktor Robert L. Phillippart auf der Pressekonferenz vertretene Office National du Tourisme bot dem Netz der dezentralen Kulturhäuser gestern eine enge Zusammenarbeit, etwa in Form von Werbung, an.

oe

Oliver Wagner : Donnerstag 22. Januar 2009